Berater Christian Müller nun fest im Team von UX&I

Christian Müller, Berater bei UX&I

“Ich bin privat und beruflich die gleiche Person,” so Segler, Skitourengeher, Produktexperte und Teambuilder Christian Müller. Welche Person das genau ist und wie er sein Können bei UX&I einbringt, erzählt uns Christian im Interview.

Christian, was macht deine Laufbahn und deine aktuelle Arbeit aus? 

Nach meinem Studium der Philosophie, Logik und Komparatistik sowie einem ersten Start als Webentwickler bin ich immer mehr in die hybride Rolle gerutscht, die ich heute noch habe: Zwischen Umsetzung und Beratung habe ich für Start-ups und Konzerne gearbeitet, auch mal für eine Unternehmensberatung oder als Partner einer dreiköpfigen GbR. Bei artop habe ich eine Ausbildung zum systemischen Coach gemacht.

Inhaltliche Aufgaben sind über die Zeit in den Hintergrund geraten. Ich arbeite eher für Menschen als mit der Technik. Mir war immer wichtig, dass Teams funktionieren und Spaß haben. Das ist ein roter Faden bei mir: Ich bin glücklich, wenn das Team im Flow ist, Freude am Tempo und an der Sache hat. Ich denke, das geht am besten in kleinen Teams, ohne großen Overhead, Regelmeetings oder detailliert definierte Rollen. Aber darüber kann man ausführlich streiten. 

Warum UX&I?


Wir kennen uns schon lange und haben bereits seit 2017 auf verschiedenen Projekten zusammengearbeitet. Ich wollte wieder Teil eines festen Kollegenkreises sein. 

Mir gefällt der Purpose von UX&I. Ich hatte damals zur Jahrtausendwende diese Euphorie, mit dem Internet wird sich alles zum Guten wenden. 2003 habe ich meine ersten Wikipedia-Artikel geschrieben und war fasziniert vom frei verfügbaren Wissen der Welt. Heute kann man sich schon die Frage stellen, hat das Internet wirklich etwas besser gemacht? Wenn man seinen Adblocker ausmacht ist es erstaunlich hässlich. Da ist es sinnvoll, den “Benefit of Humans” in den Blick zu nehmen. Es ist schön, Produkte zu entwickeln, die Nutzer*innen im Alltag helfen und Menschen empowern, sich besser in ihrer Arbeit zurechtzufinden. 

Außerdem möchte ich bei UX&I das Thema Team- und Organisationsentwicklung weiter vorantreiben und unseren Kund*innen helfen, Teams aufzubauen und Strukturen zu verbessern. Dies muss aber intern selbst erarbeitet werden, dabei unterstützte ich. 

Welcher Trend in der UX-Welt ist gerade wichtig? 

Ich sehe einen Shift hin zur Produktperspektive. Sie integriert zunehmend die Anwenderperspektive. Hinter Rollen wie Product Coaches und Product Managern steht das Verlangen, erfolgreiche Produkte zu entwickeln. Die Anwenderperspektive – welche unter anderem hilft, das Problem zu verstehen – ist von zentraler Bedeutung. Der wirtschaftliche Faktor kommt aber stärker zum Tragen. Abwägen und Kompromisse finden ist zentral. Ziel ist es, in einen konstruktiven Modus zu kommen, und sich nicht auf die Verteidigung der Nutzerbedürfnisse zu beschränken, wie ich es häufiger erlebt habe. Im Idealfall baut man ein Produkt, das wirtschaftlich erfolgreich ist und Nutzer*innen glücklich macht. Das funktioniert nur, wenn man alle Perspektiven vereint. 

Was müssen Berater*innen können? 

Geduldig sein und zuhören – und man kann nicht schnell zuhören. Ich bin ein Mensch, der Ruhe in Projekte bringt, gerade wenn’s hektisch wird. Um stressresistent zu sein, muss man auch auf sich selbst aufpassen. Außerdem müssen sich gute Berater*innen schnell einarbeiten können und Ungewissheiten aushalten. „Hitting the ground running“ ist Alltag. Dann gibt es noch ein Berater-Paradox: Kein Kunde hat ein wirklich großes Problem, trotzdem sind wir beim Kunden, um dabei zu helfen genau dieses zu lösen. Hier muss man die Balance halten, nicht gleich alles über den Haufen werfen, aber doch vorankommen. Mein Anspruch ist: Ich sage Kund*innen nicht, wie es geht. Wenn man ehrlich zu sich ist, weiß man das als Externer meistens auch nicht. Sie müssen schon selber draufkommen. Das war auch für mich ein Lernprozess: mich selbst mehr zurückzunehmen und nicht mehr versuchen, anderen die Welt zu erklären. Auch weil es kein “One Size Fits All” gibt. Eine Organisation kann für sich eine Lösung finden, die bei einer anderen nicht funktioniert, z. B. was Führung und Selbstorganisation betrifft. Das muss man aushalten und ein Gespür dafür  entwickeln. 

Erzählst du uns noch etwas über dich persönlich?

Ich bin leidenschaftlicher Segler und Skitourengeher, gern würde ich mal für die Outdoorbranche oder die Schifffahrt arbeiten. Mich interessieren Produkte mit technischen Fragestellungen bzw. Produkte für technische Nutzer*innen. Es macht mir Spaß, mit anderen Menschen zu arbeiten, am liebsten gemeinsam vor Ort. Nur vor Ort gibt es dieses Schulbankgeflüster, das find ich total schön, daraus entsteht eine Dynamik. Auch internationale Kontexte haben mir immer Spaß gemacht. Ich bin ein gut gelaunter Zweifler – ich habe Freude daran, skeptisch auf Dinge zu schauen. Und: Ich bin privat und beruflich die gleiche Person.

Über UX&I

UX&I bietet Beratung, Enablement und Umsetzung rund um das Thema User Experience (UX). Schwerpunkte liegen auf Deep Tech, Enterprise Software und Digitalisierung. Unser Ziel ist es, Menschen darin zu unterstützen, komplexe Technologie in den Dienst der Nutzer*innen zu stellen. Dabei vereinen wir alle relevanten Perspektiven: von Mensch, Business und Technologie.

  • Standorte: Düsseldorf (Hauptsitz), Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, München
  • Mitarbeiter*innen: 32
  • Gründung: 2014
  • Unternehmen: u.a. zehn der fünfzehn größten deutschen Unternehmen setzen auf unsere UX-Expertise

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Alina Binzer
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