Luftfahrt-Experte Christian Korff kommt als Senior UX-Berater zu UX&I in Hamburg

Christian Korff ist UX-Berater bei dem UX-Beratungsunternehmen UX&I am Standort Hamburg

“UX ist nur nachhaltig, wenn alle mitziehen.” Christian Korff erzählt, wie er User Experience zum Teamsport macht, wie er seine Leidenschaft für komplexe Systeme einbringt, und was ihn an Chatbots stört.

Ingenieurskunst, Psychologie, Aviation und ein Spritzer Olivenöl: Deine berufliche Laufbahn hat spannende Facetten. Wie trifft sich alles in der UX-Beratung?

Ich habe mich immer schon für Psychologie interessiert, gleichzeitig auch für Technik. 

Zunächst habe ich einen Bachelor im Ingenieurwesen gemacht. Die psychologische bzw. UX-Komponente kam beim Masterstudium Human Factors hinzu. Ich beschäftigte mich tiefgehend mit Mensch-Maschine-Interaktionen, besonders im Bereich Luftfahrt. Nach dem Studium zog es mich nach Italien, wo ich unter anderem ein E-Commerce-Business für Olivenöl aufbaute und in einem Ingenieurstudio als Projektmanager und UX-Designer arbeitete. Danach ging ich nach Hamburg als Human-Factors-Berater für die Luftfahrtbranche. UX bedeutete hier vor allem Sicherheit. Beispielsweise habe ich im Rahmen von System-Zertifizierungen Usability Tests im Flugsimulator durchgeführt. Dann zwang die Pandemie die Luftfahrt erstmal in die Knie. Ich orientierte mich etwas um und startete als UX-Manager in einer Firma für E-Commerce-Software. Die dortige agile Produktentwicklung beeindruckte mich durch ihre Geschwindigkeit und größere Einflussmöglichkeiten. Aber ich stellte auch fest, dass Inhouse-UX auf Dauer nicht das Richtige für mich ist. Ich wollte mehr Abwechslung und in einem Kreis von UX-Experten arbeiten.

Warum passt du gut zu UX&I, und umgedreht? 

Was mir gleich gefallen hat: UX&I ist keine Agentur und das Team lebt UX. Entscheidend war für mich auch die Projektauswahl, viele B2B-Kunden, komplexe Produkte. Ich liebe es, mich tief in technische Systeme und neue Welten einzufuchsen. In meiner Freizeit steh ich schon mal am Fahrstuhl und überlege: Wie funktioniert das Teil, warum funktioniert es. Ich will Zusammenhänge verstehen. Gleichzeitig kann ich den Purpose von UX&I unterstreichen. “We empower people to shape technology for the benefit of humans”. UX muss nicht nur gut angewendet werden, sondern als Mindset vermittelt werden. Ich will das ganze Team befähigen, UX-Prinzipien eigenständig anzuwenden. Workshops sind ein großer Bestandteil davon und auch genau einer der Bereiche, wo ich mich bei UX&I noch weiterentwickeln möchte. Und “for the benefit of humans” ist für mich ganz wichtig. Mich frustriert es, wenn die Businesskomponente klar im Vordergrund steht, im schlimmsten Fall Dark Patterns entstehen. Digitale Produkte und Tools sollten Menschen glücklich machen und ihnen helfen, ihre Aufgaben zu erledigen.

Was macht für dich gute UX-Berater*innen aus? 

Man muss in der Lage sein, sich in andere Welten einzudenken und zu verstehen, was passiert hier und warum passiert es eigentlich. Man muss den Finger in die Wunde legen können. Das Bestehende hinterfragen. Kommunizieren und mediieren zwischen Stakeholdern, alle ins Boot holen, auch die Entwickler*innen. Ich will Inspiration für UX verteilen und motivieren. Das funktioniert am besten, indem man nicht erzählt, sondern zeigt. Also Projektbeteiligte auch mal in ein User Testing mitnimmt, sie den Mehrwert von UX live erleben lässt. 

Welche Technologie findest du gerade spannend?

Generell interessiert mich, wie man psychologische Prinzipien auf Künstliche Intelligenzen übertragen kann. Und ich frage mich, wie man das “Uncanny Valley” bei künstlichen Figuren wie Robotern überwinden kann. Wie sich beispielsweise Chatbots natürlicher und weniger weird anfühlen können. Da gibts noch viel zu tun im Hinblick auf eine gute User Experience.

Über UX&I

UX&I bietet Beratung, Enablement und Umsetzung rund um das Thema User Experience (UX). Schwerpunkte liegen auf Deep Tech, Enterprise Software und Digitalisierung. Unser Ziel ist es, Menschen darin zu unterstützen, komplexe Technologie in den Dienst der Nutzer*innen zu stellen. Dabei vereinen wir alle relevanten Perspektiven: von Mensch, Business und Technologie.

  • Standorte: Düsseldorf (Hauptsitz), Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, München
  • Mitarbeiter*innen: 32
  • Gründung: 2014
  • Unternehmen: u.a. zehn der fünfzehn größten deutschen Unternehmen setzen auf unsere UX-Expertise

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Alina Binzer
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